Untersuchung der Schulgewässer

Wir haben den gelbrandkäfer mit einem USB-Mikroskop aufgenommen und dann mit Photoshop in einen Hintergrund gesetzt, den wir digital in unserem Biotop aufgenommen haben. Hier haben wir auch den Gelbrandkäfer gefangen.

Der Gelbrandkäfer
(Dysticus marginalis)

Der Gelbrandkäfer ist der bei uns am häufigsten beheimatete Wasserkäfer. Er wird 2 bis 3,5 cm groß. Er ist überwiegend dunkelbraun bis Schwarz gefärbt und hat einen gelb gefärbten Rand.

Der Käfer ist nicht gerade wählerisch. Zu seiner Nahrung gehören Mückenlarven, Wasserschnecken, kleine Würmer, Kaulquappen und Stichlinge. Auch ihre eigenen Brüder werden oft zum Opfer des Hungers.

Ihre Larven sind nicht minder gefährlich, ihre Anwesenheit begrenzt die Anzahl der Stechmückenlarven stark. Das die Käfer von den Laufkäfern abstammen, erkennt man an den Larven noch deutlicher. Sie haben den für Laufkäfer typischen Verdauungstrakt geerbt. Ein feiner Kanal, der dem Zuführen von lähmendem Gift dient, durchzieht die scharfen Mandibeln, der nahe der Mandibelspitze nach außen mündet. Die Käfer selbst, haben allerdings diese Fähigkeit verloren. Trotz alledem sind sie gute und gefährliche Jäger.

Die Gelbbrandkäfer sind Tracheenatmer. Sie sind gezwungen in regelmäßigen Abständen an die Wasseroberfläche zurückzukehren, um die Atemluft zu erneuern. Dabei strecken sie das Hinterende des Körpers aus dem Wasser und biegen den Hinterleib ein wenig nach unten, so daß am Hinterleib, zwischen den Flügeldecken eine Öffnung entsteht, durch die der Gasaustausch erfolgt. Die Larve hängt sich zu diesem Zwecke, mit ihren Aftergriffeln an der Wasseroberfläche auf, sodass das letzte Stigmenpaar an die Luft kommt.

Da die Käfer zum Tauchen ein spezifisches Gewicht brauchen, können sie Enddarm-Ampullen mit Wasser und Kot füllen, um dieses Gewicht zu erreichen. Mitunter hat der Käfer nach langen Flügen Schwierigkeiten mit dem Eintauchen, da die Ampulle entleert ist. Erst nach kräftigem Wasserschlucken gelingt es ihm dann unterzutauchen. Der Käfer legt seine Eier an Wasserpflanzen ab.

Gefangen, mikroskopiert und untersucht haben den Gelbrandkäfer Tjark und Nils Engelke

Weiter Aktivitäten vor Ort:

Marie und Julia haben ihre Erfahrungen aus dem Praktikum an die anderen Mitglieder der AG weitergegeben.

In der Folge haben wir die Schulgewässer - insbesondere unser Biotop - auf Pflanzen und Tiere untersucht.

Nils Engelke hat eine Anzahl der Tiere bestimmt und ist dabei, sie zu zeichnen. Das erste Exemplar liegt bereits vor - der Hydroporus Planus (Siehe oben).
Wir hoffen, im Laufe der Zeit einen guten Überblick über unsere Gewässer zu erhalten.

Das AWI hat uns Wasser aus dem Atlantik zur Verfügung gestellt, welches wir auf Phytoplankton (pflanzliches Plankton) und Zooplankton (tierisches Plankton untersucht haben. Natürlich mußten wir einige der Pipetten erst mal selbst herstellen (unten).

Selbst Ansgar kann- wie man hier sieht - den Blick nicht vom Mikroskop lösen.

Wir konnten ihn gerade noch daran hindern, ins Gerät zu klettern.